Zum Jubiläums-Jahr bekommt Soest eine echte „Kaiserin“

26.04.2024

Zum Jubiläums-Jahr bekommt Soest eine echte „Kaiserin“

Ariane Kaiser übernimmt im Jahr des Stadt-Jubiläums das Amt der 46. Soester Bördekönigin

Die Geschichte liest sich fast wie ein Märchen. Schon als Kind bewunderte Ariane Kaiser, die damals noch den „bürgerlichen“ Nachnamen Rogge trug, die Soester Repräsentationsfiguren auf Stadtfesten wie dem Soester Bördetag oder der Allerheiligenkirmes. Sich ihren Kindheits- und Jugendtraum zu erfüllen und sich um das Amt der Soester Bördekönigin zu bewerben, hat sich die „Soesterin mit Herz und Seele“ zunächst allerdings nicht getraut.

Für ihr Studium und ihr Volontariat zur PR-Journalistin – vor allem aber wegen der Liebe zu ihrem heutigen Mann, einem „echten Kaiser“ - verschlug es sie dann für insgesamt sechs Jahre zunächst nach Bielefeld und dann nach Dortmund. „Eine „Regentschaft aus dem Exil“ - wahrscheinlich eher schwer möglich“, dachte sie sich und stellte ihren Wunsch, Soest als offizielle Symbolfigur an der Seite des Jägerkens von Soest zu vertreten, einmal mehr zurück.

Mit ihren Abschlüssen in der Tasche zog sie die Heimatliebe 2014 schließlich wieder in die Bördestadt zurück, wo sie „ihren Kaiser“ heiratete. Es folgte die Geburt einer kleinen „Bördeprinzessin“ und eines kleinen „Bördeprinzen“, die zunächst einen größeren Teil ihrer Aufmerksamkeit forderten. Parallel arbeitete sie an der Erfüllung ihres beruflichen Traumes, sich als Freie Rednerin in Vollzeit selbstständig zu machen und Menschen in ihren schönsten, aber auch in ihren schwersten Stunden zu begleiten. Der Bördeköniginnen-Traum schien fast vergessen.

„Irgendwann dachte ich, ich sei inzwischen sicher schon zu alt für das Amt“, erzählt die Achtunddreißigjährige. „Eines Tages kam meine Mutter aber plötzlich wieder darauf zu sprechen und sagte, dass das doch genau das Richtige für mich wäre und eine Königin doch kein festgelegtes Alter hätte. Das hat lange in mir nachgehallt.“.

Und wie es der Zufall wollte, folgte kurz darauf ein Social-Media-Posting von Wirtschaft und Marketing Soest, das mit den Vorurteilen aufräumte, dass man, um Bördekönigin zu werden, keine Kinder haben oder ein maximales Alter nicht überschreiten dürfte oder etwa eine bestimmte Konfektionsgröße für das Kleid bräuchte.

„Das hat mir Mut gemacht, einfach mal meine Krone in den Ring zu schmeißen. Und jetzt stehe ich hier als Bördekönigin – zwanzig Jahre später – samt Mann und zwei wundervollen Kindern als selbstständige Unternehmerin in meinem Traumberuf und im Leben angekommen“, kann sie ihr Glück kaum fassen. „Und das obwohl ich ausgerechnet an einem Freitag dem Dreizehnten geboren wurde“, schmunzelt sie.

Im Jubiläums-Jahr „1400 Jahre Soest“ kann sich die frischgebackene Repräsentantin auf viele unvergessliche Erlebnisse und Begegnungen freuen. „Natürlich ist es für eine Soesterin ein echtes Highlight, einmal als Bördekönigin bei der Allerheiligenkirmes dabei zu sein. Aber ich freue mich grundsätzlich einfach riesig, zu diesem historischen und einmaligen Ereignis für ein Jahr das „Gesicht“ der Stadt zu sein, Menschen mit meiner Heimatliebe anzustecken und Soest selbst noch einmal neu und von einer anderen Seite zu entdecken.“, so Ariane.

„Ich liebe meine Stadt einfach! Das bekommen auch alle zu spüren, die mich zum ersten Mal in Soest besuchen. Dann komme ich ins Schwärmen und führe meine Gäste „gnadenlos“ in Kirchen, durch unsere schönen Altstadtgassen und an Grünsandsteinmauern vorbei“ “, erzählt sie und lacht ihr sympathisches und ansteckendes Lachen, das viele als ihr unverkennbares „Markenzeichen“ bezeichnen.

Gesellschaftlich etwas zurückzugeben ist für die Repräsentantin, die in ihrer Freizeit gern reist und aktiv ist, nicht nur die Motivation für die Übernahme des Ehrenamtes der Bördekönigin, sondern auch für die ehrenamtliche Arbeit in der Emmaus-Gemeinde, die sie bereits seit ihrer Jugend leistet. Mit dem Begriff „Heimat“ sind für sie daher fest die Türme der Wiesenkirche verbunden, die ihr immer wieder aufs Neue ein Gefühl von Geborgenheit geben, wenn sie sie aus der Ferne sieht.

Der offizielle Amtswechsel der Soester Bördeköniginnen findet dieses Jahr erstmals im Rahmen des Soester Altstadtfrühlings statt. Am Samstag, dem 4. Mai 2024, um 11.00 Uhr wird Ariane Kaiser auf der Rathaustreppe am Vreithof im Beisein von Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer dann ganz offiziell das Zepter von ihrer Vorgängerin Neele Sophie Heinatz für ein Jahr überreicht bekommen. Im Publikum werden dann ganz sicher ein kleiner Bördeprinz und eine kleine Bördeprinzessin stolz ihrer Mama zujubeln.

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