Markus Ende - Jägerken 2022
Wissenswertes

Das Jägerken von Soest

Das Jägerken von Soest 2022/2023 stellt sich vor

Wallfahrts-Seelsorger Markus Ende schlüpft für ein Jahr ins Wams des Jägerkens von Soest

Markus Ende- Jägerken 2022

„Das ist jetzt also der Anfang vom Ende“ grinst der frisch gebackene Amtsträger, der wahrscheinlich so ziemlich jedes Wortspiel zu seinem Nachnamen schon einmal gehört hat, bei seiner offiziellen Presse-Vorstellung unter der breiten Krempe des Federhuts hervor. Und dass er als riesiger Kirmes-Fan einmal das Wams des Jägerkens von Soest, der offiziellen Symbolfigur der größten Altstadtkirmes Europas, tragen darf, damit hätte Markus Ende bis vor ein paar Wochen niemals gerechnet.

Der 44jährige gebürtige Essener, der im Soester Ortsteil Ampen aufgewachsen ist und am städtischen Conrad-von-Soest-Gymnasium sein Abitur abgelegt hat, hatte sich mit seinem Freund Jens Wieners auf ein Feierabend-Getränk im Brauhaus Zwiebel verabredet. Dort saß zufällig auch der Onkel seines Freundes, der aus einem Gespräch heraus fragte „Sag mal, Markus. Hättest Du nicht Lust Jägerken zu werden?“. „Klar hätte ich da Lust drauf! Aber als ob Du das zu bestimmen hättest“, lautete die flapsige Antwort.

Was der diplomierte Religionspädagoge damals nicht wusste ist, dass Bernhard Wieners zu den sogenannten Jäger-Vätern gehört, die jedes Jahr einen Amtsträger aussuchen, dessen Berufsstand oder Verein sich in besonderer Weise um die Stadt Soest verdient gemacht hat. Anders als bei der Soester Bördekönigin, der weiblichen Repräsentationsfigur der alten Hansestadt, kann man sich um das Amt des Jägerkens nämlich nicht bewerben, sondern man wird ausgewählt.

Die Verbindung zum Berufsstand des leidenschaftlichen Mau-Mau-Spielers war schnell hergestellt. Und das Wort „Verbindung“ kann man in diesem Fall tatsächlich wörtlich nehmen. Markus Ende ist nämlich hauptberuflicher Pilger-Seelsorger und bereits seit dem Mittelalter verbindet der historische Jakobsweg die beiden Nachbarstädte Soest und Werl.

Auf diesem Wege gelangte am 02. November 1661 auch eine Madonnen-Statue durch die Vermittlung des damaligen Kölner Kurfürsten Maximilian Heinrich und des Werler Bürgermeisters Hermann Brandis aus der Soester Kirche St. Maria zur Wiese in die benachbarte Wallfahrtsstadt. Seitdem pilgern die Menschen zur "Trösterin der Betrübten" um ihre Sorgen und Nöte, gleichzeitig aber auch ihren Dank und ihre Hoffnung vor das Gnadenbild zu bringen.

Und das Thema ist aktueller denn je, weiß Markus Ende:
„Seit den Corona-Jahren hat die Zahl an Menschen, die den Jakobsweg gehen, deutlich zugenommen. Viele erzählen mir als Seelsorger von ihren Unsicherheiten und Ängsten. Das sind zum größten Teil sehr weltliche Sorgen zum Beispiel um Frieden, Sicherheit und Gesundheit. Das beschäftigt und beunruhigt natürlich auch mich. Umso wichtiger finde ich es, Traditionen und Events zu haben, die ein Gegengewicht zu schlechten Nachrichten bieten und an den man sich festhalten kann. Deswegen freue ich mich auch schon auf die Allerheiligenkirmes. Ab und zu braucht die Seele einfach ein bisschen Freude und Unbeschwertheit. Ich denke, davon können wir dann lange bis in den Winter hinein zehren“.

Verbindungen zwischen Menschen auch über (Stadt)-Grenzen hinaus zu schaffen, das ist Markus Ende nicht nur von Berufs wegen wichtig, sondern darauf freut er sich auch in seinem Amtsjahr als offizieller Repräsentant der Stadt Soest. Die erste Gelegenheit dazu hat er am Kirmes-Mittwoch. Dann nämlich übernimmt er während der Eröffnungsveranstaltung um 14.00 Uhr am Fahrgeschäft Musikexpress offiziell Hut und Degen von seinem Vorgänger Christoph Carls. Seine „verbindliche“ Art dürfte ihm bei dabei sicher sehr entgegenkommen.

Steckbrief

NameMarkus Ende
GeburtsortMein Geburtsort ist Essen, aber ich bin in Soest bzw. Ampen aufgewachsen.
SternzeichenSkorpion
Ausbildung/Beruf:Dipl. Religionspädagoge - Wallfahrts-Seelsorger
Hobbys:Mein Mau-Mau Club, segeln, schwimmen und der Rest wechselt gerne mal.
Man hält mich für:...in manchen Dingen für zu pingelig.
Meine beste Eigenschaft:Meine Hilfsbereitschaft. Ich habe vor einiger Zeit eine Postkarte geschenkt bekommen wo draufsteht "Du bist nicht nur der Hammer, sondern der ganze Werkzeugkasten!"
Mein größter Wunsch...:Das klingt jetzt vielleicht plakativ oder kitschig, aber im Moment wünsche ich mir Frieden. Es gibt so viele Pulverfässer in der Welt, das darf so nicht weitergehen.
Meine schlechteste Eigenschaft:Ich erledige Aufgaben manchmal erst auf den letzten Drücker, was mich so manches Mal in Schwierigkeiten bringt.
Was mich nervt:Wenn Menschen anderen Menschen nicht auf Augenhöhe begegnen, sondern sie herabwürdigen.
Was mich beunruhigt:Der Krieg in der Ukraine, das Coronavirus, der Klimawandel, unsere aktuellen Themen. Noch stärker beunruhigt mich allerdings, was diese Krisen in den Menschen auslösen - nämlich große Sorgen, Unsicherheiten und auch Angst.
Was ich besonders gerne esse:Das verrate ich nicht, denn sonst habe ich die Befürchtung, dass ich das Gericht öfter mal bei Festen, Besuchen etc. serviert bekomme. Ein paar Pfunde müssen schließlich runter.
Was ich an der Allerheiligenkirmes besonders schätze:Da gibt es verschiedene Dinge: Mit Freunden treffen und dabei ein leckeres Bierchen trinken, die bunten Lichter in der dunkler werdenden Jahreszeit, die den Übergang in den langen Winter erleichtern. Und die lange Tradition der Allerheiligenkirmes finde ich großartig.
Mein Lieblingskarussell:"Die weiche Welle" - das Big Monster. Mit das Erste, was ich auf der Allerheiligenkirmes mache, ist 10 Fahrchips zu kaufen. Gerne verschenke ich auch mal ein paar davon.
Was ich an Soest besonders mag:Unsere Stadt hat die perfekte Größe: Dass sich die historische Stadtkulisse mit der modernen Stadt so schön ergänzt. Ich glaube, das macht auch den Reiz für viele Gäste aus, die Soest besuchen.
Warum ich die Stadt als Jäger von Soest vertreten möchte:Ich glaube, die Figur des Jägerkens von Soest ist in den Köpfen der Einwohner und natürlich auch vieler Gäste so positiv besetzt, dass er die Kraft hat verschiedenste Menschen zusammenzubringen, ihnen in diesen Zeiten einen guten Moment zu schenken und ein positives Gefühl zu vermitteln. Wenn das klappt - und das werde ich versuchen - ist viel gewonnen und ich habe Soest gut vertreten.
Ich stehe Pate für folgenden Verein, folgende Institution:Den Mau-Mau Club Soest. Nein, kleiner Spaß :-) Ausgangspunkt Jägerken zu werden ist meine Arbeit in der Wallfahrt. Das historische Ereignis der Übertragung des Marienbildnisses im Jahr 1661 sowie der historische Jakobsweg verbinden Soest und Werl damals wie heute.
Wen ich schon immer gern einmal treffen wollte:Da habe ich keine bestimmte Persönlichkeit. Hauptsache es wäre interessant und wir hätten Spaß.
Was ich gern einmal über mich selbst lesen würde...:"Markus, bitte häng noch ein Jahr als Jägerken von Soest dran!". Gleichzeitig möchte ich jedem das großartige Gefühl gönnen, gesagt zu bekommen "Herzlichen Glückwunsch, du bist der neue Jäger von Soest!".
Mein Lieblingsort:Überall dort, wo wir uns im Freundeskreis treffen und eine gute Zeit miteinander haben. Diese Zeit ist umso wichtiger geworden, weil wir in diesem Jahr leider die Erfahrung machen mussten, wie es ist, wenn plötzlich jemand nicht mehr da ist.
Mein Lebensmotto:Wir bekommen das hin!
Wenn ich noch einmal geboren würde...:Hubschrauberpilot. Ich hatte die Chance in meiner Bundeswehrzeit mitzufliegen. Es war super!
Meine Lieblings-Band:Da habe ich keine spezielle Band. Rock geht immer!
Mein Lieblings-Film:Die Robin Hood Verfilmung mit Russell Crowe von 2010

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (OpenStreetMap, Matomo). Diese helfen uns unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten, können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis, kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.